Flächensuche

 

 

Bei der Flächensuche durchsucht das Rettungsteam unwegsames Gelände und/oder große Waldflächen nach vermissten Personen und führt Erste Hilfe beim Auffinden durch. Die Hunde werden dabei so ausgebildet, dass sie ein Gelände auf menschliche Witterung hin durchstöbern und gefundene Personen auf verschiedene Weise anzeigen können. Es gibt drei Anzeigevarianten: Verbellen, Bringseln und Freiverweisen.


Beim Verbellen bellt der Rettungshund so lange bei der gefundenen Person, bis sein Hundeführer bei ihm ist.

 

Beim Bringseln nimmt der Hund an der gefundenen Person ein am Halsband befindliches Bringsel in den Fang, läuft zu seinem Hundeführer zurück und zeigt so einen Fund an.

 

Beim Freiverweisen führt der Hund seinen Hundeführer durch Pendeln zwischen gefundener Person und Hundeführer an die Fundstelle.

 

Durch regelmäßiges Training an verschiedenen Orten sind die Hunde  in der Lage, unabhängig von der Geländeform mit großer Ausdauer zu suchen. Weder dichter Bewuchs noch steil abfallendes Gelände stellen dabei ein Hindernis dar. Flächensuchhunde suchen ein vorgegebenes Suchgebiet bei Tag und Nacht gleich zuverlässig ab.

Die wichtigsten Ziele in der Ausbildung von Flächensuchhunden, um im Einsatz eine maximale Zuverlässigkeit sowie eine flächendeckende Suche zu gewährleisten sind:

  • Anzeigen einer vermissten Person unverzüglich nach dem Auffinden

  • Selbstständige Sucharbeit unter Ausnutzung der Windverhältnisse

  • Zuverlässiges Arbeiten des Hundes in verschiedenen Geländestrukturen

  • Optimale Zusammenarbeit mit dem Hundeführer

  • Lenken des Hundes auch über größere Distanzen

  • Schicken des Hundes in einzelne Geländeabschnitte

Diese Ziele erreichen die Hundeführer durch die Ausbildung der Rettungshunde in sogenannten kleinen Schritten. Dabei erarbeiten Hund und Hundeführer eine komplexe Aufgabe in einzelnen Teilschritten. Für diesen Zweck entwickelte das Referat Ausbildung des BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. das mit großem Erfolg eingesetzte 4-Säulen-Modell. Nach diesem Modell konzentriert sich der Hundeführer in der Ausbildung auf einzelne Module wie die Nasenarbeit, das Führen und Lenken oder die Anzeige in voneinander getrennten Ausbildungsschritten. Erst wenn der Hund jedes einzelne dieser Module beherrscht, werden sie zur Suche mit all ihren Komponenten verbunden.